WILLKOMMEN BEI DER AG 78 DER STADT KÖLN

Außerschulische Medienarbeit

Wir sind ein Zusammenschluss zentraler Akteur*innen der Kinder- und Jugendarbeit in Köln, die gemeinsam daran arbeiten, Medienbildung fachlich weiterzuentwickeln, strukturell zu verankern und als festen Bestandteil von Bildung und Teilhabe in Köln zu stärken.

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Unsere Handlungsempfehlung für eine bedarfsgerechte, außerschulische Medienbildung in der Stadt Köln

Medienbildung ist Voraussetzung für Teilhabe, Orientierung und demokratische Handlungskompetenz. Die vorliegenden Empfehlungen zeigen, welche strukturellen, fachlichen und politischen Schritte jetzt notwendig sind.

Medien sind längst zentraler Bestandteil des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen. Kommunikation, Information, kreative Ausdrucksformen und soziale Beziehungen finden heute selbstverständlich auch digital statt. Gleichzeitig verändern sich diese Räume rasant – durch Plattformlogiken, Desinformation und zunehmend auch durch Künstliche Intelligenz.

Kinder und Jugendliche bewegen sich darin oft sehr selbstverständlich, aber nicht automatisch reflektiert oder sicher. Gleichzeitig sind die Zugänge zu Medienbildung ungleich verteilt: Während einige junge Menschen kompetent begleitet werden, fehlen andernorts grundlegende Angebote und qualifizierte Fachkräfte.

Medienbildung ist daher keine Zusatzaufgabe mehr, sondern eine zentrale Voraussetzung für Teilhabe, Selbstbestimmung und demokratisches Handeln. Sie entscheidet mit darüber, wie junge Menschen ihre Umwelt verstehen, sich einbringen und ihre Zukunft gestalten können.

MEDIENARBEIT BRAUCHT Verbindlichkeit Ressourcen Fachkräfte Strukturen

Medienbildung darf kein optionales Zusatzangebot sein. Sie braucht eine klare strukturelle Verankerung in Schule, Offener Kinder- und Jugendarbeit sowie außerschulischer Bildung. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle Kinder und Jugendlichen erreicht werden – unabhängig von Herkunft oder sozialem Status.

Projektlogiken reichen nicht aus, um nachhaltige Strukturen aufzubauen. Es braucht kontinuierliche Förderung, die Personal, Technik und Weiterentwicklung gleichermaßen berücksichtigt. Kurzfristige Programme schaffen Impulse, aber keine dauerhafte Wirkung.

Die Anforderungen an pädagogische Fachkräfte wachsen stetig – insbesondere durch Themen wie KI, Desinformation und Plattformlogiken. Medienpädagogische Kompetenzen müssen als grundlegender Bestandteil von Ausbildung und Weiterbildung etabliert werden.

Der Zugang zu Medienbildung ist ungleich verteilt. Kinder und Jugendliche aus strukturell benachteiligten Lebenslagen haben oft weniger Möglichkeiten, sich Kompetenzen anzueignen. Medienbildung muss gezielt dort gestärkt werden, wo Unterstützungsbedarf besonders hoch ist.

Es geht nicht nur um Bedienkompetenz. Medienbildung umfasst auch kritisches Denken, kreative Ausdrucksfähigkeit, ethische Reflexion und gesellschaftliche Teilhabe. Diese Perspektiven müssen stärker zusammengedacht werden.

Medienbildung passiert bereits an vielen orten - Das ist die AG 78

Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW

Die AJS NRW ist eine zentrale Fachstelle für Kinder- und Jugendschutz und unterstützt vor allem Fachkräfte, Eltern und Institutionen im Umgang mit aktuellen Herausforderungen – auch im digitalen Raum. Mit Projekten, Fortbildungen und Materialien stärkt sie Medienkompetenz, Prävention und den Schutz junger Menschen.

Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW

Die Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW unter Trägerschaft des ComputerProjekt Köln e.V. entwickelt und verbreitet innovative medienpädagogische Projekte für Kinder, Jugendliche und Fachkräfte in ganz NRW. Sie verbindet aktuelle Jugendkultur mit pädagogischer Praxis und schafft Räume für kreativen, kritischen und sicheren Medienumgang.

Diakonie Michaelshoven

Die Diakonie Michaelshoven fördert Medienkompetenz als festen Bestandteil sozialer Arbeit und schafft Zugänge zur digitalen Welt für unterschiedliche Zielgruppen. Besonders im inklusiven Bereich setzt sie mit Projekten wie dem PIKSL Labor wichtige Impulse für digitale Teilhabe.

Fachstelle Medienpädagogik und Jugendmedienschutz

Die Fachstelle ist zentrale kommunale Anlaufstelle für medienpädagogische Themen und vernetzt Akteur*innen in Köln. Sie initiiert Projekte, berät Einrichtungen und stärkt den präventiven Jugendmedienschutz.

jfc Medienzentrum

Das jfc Medienzentrum fördert seit Jahrzehnten kreative Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen und qualifiziert gleichzeitig Fachkräfte. Mit Projekten wie „Cinepänz“ oder KI-Angeboten verbindet es kulturelle Bildung mit aktueller Medienentwicklung.

jugendzentrum.digital

Das Jugendzentrum.digital ist ein offener Treffpunkt, der digitale Medienarbeit konsequent in den Alltag von Jugendlichen integriert. Hier können sie in Bereichen wie Gaming, Coding oder Medienproduktion kreativ werden und eigene Ideen umsetzen.

Lobby für Mädchen

Die Lobby für Mädchen stärkt Mädchen und junge Frauen durch Beratung, geschützte Räume und medienpädagogische Angebote. Ziel ist es, Selbstbewusstsein, Teilhabe und einen sicheren Umgang mit digitalen Medien zu fördern.

Mediensuchtprävention NRW

Der Verein informiert und sensibilisiert zu exzessiver Mediennutzung und digitalen Abhängigkeiten. Mit Präventionsangeboten und Fortbildungen stärkt er einen bewussten und gesunden Umgang mit Medien.

OT Die Villa

Die Villa ist eine offene Kinder- und Jugendeinrichtung, die kreative und medienpädagogische Projekte mit sozialer Arbeit verbindet. Formate wie die Jugendfilmakademie zeigen, wie Medienarbeit zur persönlichen Entwicklung beitragen kann.

OT Take Five

Das Take Five bietet einen offenen Raum für Jugendliche, in dem Medienarbeit fest verankert ist – von Social Media bis Musikproduktion. Partizipation und kreative Eigenproduktion stehen dabei im Mittelpunkt.

Quäker Nachbarschaftsheim

Das Quäker Nachbarschaftsheim verbindet soziale Arbeit mit kultureller und medienpädagogischer Bildung für alle Generationen. Jugendliche finden hier Räume für Begegnung, kreative Projekte und digitale Kompetenzerwerb.

Roots & Routes Cologne

Roots & Routes stärkt junge Menschen durch internationale Kultur- und Medienprojekte und fördert kreative Ausdrucksformen. Medienarbeit ist dabei eng mit Themen wie Diversität, Teilhabe und künstlerischer Entwicklung verbunden.

Schulpsychologischer Dienst der Stadt Köln

Der Schulpsychologische Dienst unterstützt Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte bei schulischen und psychosozialen Herausforderungen. Im Bereich Medien berät er unter anderem zu Themen wie Cybermobbing, Mediennutzung und psychischer Gesundheit.

Kontakt

Boris Graue - Geschäftsführer
(Stadt Köln)

Markus Sindermann - Sprecher
(fjmk NRW)

Patricia Gläfcke - Stellv. Sprecherin
(jfc Medienzentrum)

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